Ein kurzer Vergleich des World Competitiveness Yearbook und des Global Competitiveness Report

The Global Competitiveness ReportDer Global Competitiveness Report wurde ursprünglich vom IMD World Competitiveness Center und dem World Economic Forum (WEF) unter dem Titel „World Competitiveness Report“ in gemeinsamer Regie veröffentlicht. Aus dieser Zusammenarbeit sind zwei Publikationen hervorgegangen. Im Jahr 1996 wurde der Name des vom IMD World Competitiveness Center veröffentlichten Berichts offiziell in World Competitiveness Yearbook geändert, nachdem die gemeinsame Veröffentlichung mit dem WEF ein Ende fand. Sowohl IMD als auch WEF begannen, ihre eigenen World Economy-Ranglisten herauszubringen und schließlich wurde die WEF-Veröffentlichung zum Global Competitiveness Report.

Konzeptionell gibt es Parallelen zwischen dem World Competitiveness Yearbook und dem Global Competitiveness Report bezüglich des Verständnisses der Wettbewerbsfähigkeit (nicht zu verwechseln mit Weltranglisten für das Bildungswesen). Für den Global Competitiveness Report ist Wettbewerbsfähigkeit „die Gesamtheit der Institutionen, Richtlinien und Faktoren, die das Produktivitätsniveau eines Landes bestimmen. Das Produktivitätsniveau wiederum bestimmt das Wohlstandsniveau, das eine Wirtschaft erreichen kann“ (WEF, 2014). Laut dem World Competitiveness Yearbook ist Wettbewerbsfähigkeit die „Fähigkeit einer Nation, ein Umfeld zu schaffen und zu erhalten, das mehr Wertschöpfung für ihre Unternehmen und mehr Wohlstand für die Menschen schafft“ (IMD World Competitiveness Center, 2014). Mit anderen Worten, beide Berichte unterstreichen die Bedeutung von Wohlstand als Endergebnis der Wettbewerbsfähigkeit.

The Global Competitiveness ReportEs gibt jedoch grundlegende Unterschiede zwischen dem World Competitiveness Yearbook des IMD World Competitiveness Center und dem World Competitiveness Report des WEF. Erstens führt das World Competitiveness Yearbook im Vergleich zu den weniger als 120 Kriterien des Global Competitiveness Reports 338 Kriterien an. Zweitens konzentriert sich das World Competitiveness Yearbook stärker auf harte Statistiken (66 %) internationaler, nationaler und regionaler Organisationen und enthält als Komponente eine Umfrage für Führungskräfte (34 % der Daten). Dem entgegengesetzt legt der Global Competitiveness Report einen größeren Schwerpunkt auf die Umfragedaten (70 %).

Der Einfluss des Schwerpunkts auf verschiedene Datentypen zeigt sich in der Stichprobengröße beider Publikationen. Während der Global Competitiveness-Index 144 Volkswirtschaften abdeckt (Stand 2014), deckt das World Competitiveness Yearbook 60 Länder ab. Dieser Unterschied ist auf die mangelnde Verfügbarkeit harter Daten zurückzuführen: In vielen Volkswirtschaften der Welt ist es nahezu unmöglich, harte Daten zu erheben. Darüber hinaus wirft der Fokus auf harte Daten / Umfragedaten das Problem auf, einerseits ein Ranking zu erstellen, das weitestgehend auf Daten resultierend aus subjektiven Meinungen beruht, die unter Umständen nur ineffizient zu handhaben und auf lange Sicht unbeständig sind. Andererseits führt ein fast ausschließlich auf harten Daten beruhender Ansatz zu einem objektiveren Wettbewerbsfähigkeitsindex.

Suggested Websites:

The IMD World Competitiveness Center's Yearbook

The WEF Global Competitiveness Report

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